Sporttaucher kennen das Problem: Jacket und Neoprenanzug sind angelegt doch irgendetwas stimmt nach dem Einstieg ins Wasser nicht: Die Tauchermaske beschlägt und die Sicht in die schöne Unterwasserwelt ist getrübt. Was können Taucher tun, um das Beschlagen der Tauchermaske zu verhindern? In den einschlägigen Taucherforen kursieren unterschiedliche Tipps. Doch Vorsicht: Nicht jeder Tipp ist für die Praxis empfehlenswert. Schnell nimmt das Material der Tauchermaske Schaden, das Glas wird beschädigt oder die Dichtigkeit ist nicht mehr gewährleistet.

Tauchermaske beschlägt: Ursachen des Problems

Wenn die Tauchermaske beschlägt, stellt sich natürlich zunächst die Frage nach dem Grund. Die Ursache liegt im Silikon, das bei der Herstellung der Tauchermaske verarbeitet wird: Neuartige Tauchermasken werden in einer speziell gefertigten Plastikbox oder in plastischen Beuteln ausgeliefert.

Das soeben ausgehärtete Silikon dampft nach dem Fertigungsprozess noch aus und setzt sich mit der Zeit auf der Innenseite der Tauchermaske ab. Wird die Maske vor dem Tauchgang aufgesetzt, führt der Unterschied zwischen Umgebungs- und Körpertemperatur dazu, dass die feine Schicht des kondensierten Silikondampfes auf der Innenseite der Maske als Beschlag wahrgenommen wird.

Wer um das Problem weiß, kann vor dem ersten Tauchgang einige Maßnahmen ergreifen, um das ärgerliche Beschlagen der Maske beim Aufsetzen zu verhindern.

Die Zahnpasta Methode

Die Zahnpasta-Methode ist wohl diejenige, von der jeder Taucher schon einmal gehört hat. Das Procedere ist einfach: Reiben Sie die Innenseite des Glases Ihrer Maske am Abend vor dem Tauchgang mit Zahnpasta ein. Achten Sie dabei besonders darauf, dass das gesamte Innenglas gleichmäßig mit einer dünnen Schicht Zahnpasta bedeckt ist. Auch die Übergangsstellen zwischen Glas und Silikonmaterial nicht vergessen!

Anschließend die Zahnpasta in der Maske über Nacht trocknen lassen und ca. 1 Stunde vor dem morgendlichen Tauchgang mit lauwarmem Wasser ausspülen. Lassen Sie die Maske nach dem gründlichen Entfernen der eingetrockneten Zahnpasta an der Umgebungsluft trocknen.

Sollte sich weiterhin Beschlag bilden, können Sie das Vorgehen noch weitere Male wiederholen, bis letztlich alle Silikonrückstände beseitigt sind.

Unmittelbar vor dem Tauchgang hilft Spucke

Damit es aufgrund der körperbedingten Feuchtigkeit und Wärme zu keinem Beschlag des Innenglases kommt, bedienen sich viele Taucher unmittelbar vor dem Tauchgang eines nützlichen Tricks: Spucken Sie unmittelbar vor dem Aufsetzen der Maske auf die Innenseite der Gläser. Verreiben Sie den Speichel mit den Fingern.

Lassen Sie den Speichel ca. 2 bis 3 Minuten einwirken und spülen Sie die Maske anschließend mit klarem Wasser aus. Beschlagbildung kann auf diese Weise zu einem großen Teil reduziert werden.

Fluten, wenn Tauchermaske beschlägt

Während der obligatorischen Ausbildung bei den meisten Tauchorganisationen erlernt der angehende Taucher natürlich auch das Ausblasen der Maske. Ist die Sicht unter Wasser getrübt, fluten Sie die Maske und blasen Sie die Maske einfach aus.

Wenn die Tauchermaske beschlägt: Verzichten Sie auf absurde Verfahren

Immer wieder hört und liest man in absurden Ratgebern von Empfehlungen, dass beispielsweise das Abflammen des Innenglases mit dem Feuerzeug oder das Säubern der Maske in der Spülmaschine Beschlagbildung zuverlässig verhindern.

Hochwertige Tauchermasken bestehen aus empfindlichen und hochwertigen Materialien. Zu hohe Temperaturen können das Glas oder andere Materialteile schädigen und die Tauchermaske unbrauchbar machen. Auch Dichtigkeitsprobleme durch ausgehärtetes Gummi an den Maskenrändern können die Folge von falschen Reinigungsmaßnahmen sein.

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Lukas Ebersbach
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