Egal ob Wracktauchen oder Höhlentauchen in großen Tiefen: Tauchen bedeutet für viele Faszination und Spannung. Wenn Sie sich dem Technischen Tauchen nähern möchten, sollten Sie jedoch ein gewisses Maß an Erfahrung mitbringen, um sich und ihre Tauchpartner nicht in Gefahr zu bringen. Ein fortgeschrittener Ausbildungsstatus in einem Sporttauchverband gilt als Voraussetzung für den Einstieg.

Technisches Tauchen: eine Definition

Sporttauchen und das technikgestützte Tauchen sind keinesfalls Bereiche, die miteinander in Konkurrenz stehen. Werfen Sie einen Blick auf die professionellen technischen Taucher, wird Ihnen auffallen, dass viele von diesen auch als Sporttaucher aktiv sind.

Grundsätzlich wird die Bezeichnung des Technischen Tauchens für Tauchaktivitäten genutzt, die jenseits der klassischen Grenzen des Sporttauchens stattfinden. Dies umfasst auch Tauchlocations, die nur mit einem speziellen Wissen zu betauchen sind. Dazu gehören beispielsweise komplexe Höhlenstrukturen und geschlossene Wracks.

Die Anforderungen setzen eine gute Vorbereitung und Planung der angestrebten Tauchgänge voraus. Das Tieftauchen ist ein besonderes Betätigungsfeld des technischen Tauchens: Zum Einsatz kommen spezielle Gasgemische (z.B. Trimix), die Sauerstoff- und Stickstoffgehalt in der Atemluft variieren bzw. ersetzen, um die außerordentlichen Tiefen zu erreichen.

Dies geschieht, indem die toxische Eigenschaft von Sauerstoff in großen Tiefen ab einem gasspezifischen Partialdruck von ca. 1,4 bar umgangen und die Anrecherung von Stickstoff im Blut verringert wird.

Aller Anfang ist schwer: Der Einstieg in das technische Tauchen

Sie möchten mit dem technischen Tauchen beginnen? Dann ist eine Grundlagenausbildung unbedingte Voraussetzung. Sie sollten bereits einen Tauchschein haben und zahlreiche Tauchgänge in unterschiedlichen Tiefen und Gewässern absolviert haben

Auch weitere Zusatzbrevets wie beispielsweise „Unterwassernavigation“, „Nitrox“ oder „Gruppenführung“ sind gern gesehene Qualifikationen, die einen fortgeschrittenen Ausbildungsstand attestieren und als gute Basis für den Einstieg in das neue Hobby dienen.

Diverse Spezialbereiche

Wie auch im Sporttauchen so gibt es auch im Bereich des technischen Tauchens eine festgelegte Ausbildungsstruktur, die eine individuelle Qualifizierung auf die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben zulässt.

Als Fan einst versunkener Schiffswracks dürfte es wohl der Trimix-Kurs sein, der Sie am meisten interessiert. Die Spezialkurse schließen sich wie auch im Sporttauchen an Grundkurseinheiten an, die jeder technische Taucher absolvieren muss.

Naturfans begeistern sich für sogenannte Rebreather-Tauchkurse. Die besondere Technik ermöglicht ein geräuschloses Tauchen, ohne dass Luftblasen beim Ausatmen in die Umgebung abgegeben werden. Auf diese Weise bekommen Taucher auch seltene, sonst als scheu geltende Unterwasserbewohner zu Gesicht.

Neben den praktischen Kenntnissen, die das Rebreather-Tauchen erfordert, ist auch technisches Know-How unerlässlich. Dieses erhalten Sie in theoretischen Einheiten, die mit jeweils zertifizierten Prüfungen abgeschlossen werden können.

Fitness ist Grundvoraussetzung

Auch wenn der Begriff des Sporttauchens zunächst vielmehr die Notwendigkeit einer guten körperlichen Konstitution suggeriert, ist Fitness auch für das technische Tauchen unerlässlich.

Technische Taucher sind mit größerer, in der Regel schwererer Ausrüstung unter Wasser unterwegs. Bewegungen werden aufgrund des erhöhten Gewichts anstrengender und erfordern eine gute Orientierungs- und Koordinationsfähigkeit unter Wasser.

Ausbildungsorganisationen für das Technische Tauchen

Wie auch im Bereich des Sporttauchens so gibt es auch im technischen Tauchen renommierte Verbände, an denen Sie sich als Interessent wenden können. Bei den meisten Verbänden handelt es sich um internationale Verbände, für die aber selbstverständlich auch hierzulande deutsche Ansprechpartner bei individuellen Fragen zur Verfügung stehen.

Die bekanntesten Verbände sind:

  • GUE ( Global Underwater Explorers)
  • IANTD (International Association of Nitrox and Technical Divers)
  • TDI (Technical Divers International)
  • DSAT (Ausbildungsorganisation des bekannten Sporttaucherverbands PADI)

Bei der Wahl eine passenden Tauchverbands ist die örtliche Nähe zu einem Ausbilder und Ansprechpartner ein wichtiges Kriterium, um individuelle Ausbildungswege einschlagen und schnelle Fortschritte erzielen zu können.

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Lukas Ebersbach
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